An der Flensburger Hafenspitze gab es am Samstag viel zu staunen, denn es war die spektakulärste Disziplin der Leichtathletik live aus nächster Nähe zu verfolgen.
Mehrere hundert Zuschauer verfolgten über den Tag die Stabhochspringer und Stabhochspringerinnen aus Lübeck, Flensburg, Hamburg, Berlin, Niedersachsen und sogar aus Dortmund, die zu der Veranstaltung des Flensburger Sommers angereist waren.
Das 3. Stadtwerke Cityspringen ist eine noch junge Veranstaltung, deren Besonderheiten in diesem Jahr aber deutlich wurden. Sie bildet letztendlich die Flensburger Leichtathletik gut ab:
Es wurde erstmalig in drei Gruppen gesprungen, dass gerade auch jüngere Springer ab 11 Jahren die Chance hatten diese besondere Kulisse zu erleben. So fieberte man morgens bei den Jüngsten mit und erlebte viele Emotionen sowie einen Einblick in die Anfänge des Stabspringens. Hierbei konnte man das Herzblut von Trainer Steffen Kosion live miterleben, der mit seiner vereinsübergreifenden Trainingsgruppe angereist war. Eine weitere Trainerlegende aus Berlin Spandau war Joachim Protz mit seinen Athleten angereist. In Spandau haben die Flensburger Leichtathleten beim Jedermann-Zehnkampf, den bis zu 20 Athleten und Athletinnen erlebten, immer viel Support und Gastfreundschaft durch die Berliner erlebt, nun konnten durch die begehrten Startplätz sich revangieren.
Das Cityspringen ist seit diesem Jahr endgültig als Zusammentreffen der Leichtathletik-Verrückten zu verzeichnen. So bekam Veranstalter Jan Dreier abends beim Aufbau vom Marktplatz aus Halberstadt einen Anruf, ob nicht noch ein Platz frei wäre. Dort war das internationale Meeting gerade beendet und der Stabhochsprungspezialist Hendrik Hohmann (Deutscher U23 Vizemeister, LG Olympia Dortmund) mit einer PB von 5,41m fragte, ob er nicht spontan noch an dem Springen „vor so einmaliger Kulisse“ teilnehmen könne. „Wenn ihr es bis zum Start nach Flensburg schafft, kann es losgehen!“ war die Reaktion des Veranstalters.
Und so ging es in der Hauptgruppe hoch hinaus. Lokalmatador Marek Carstensen zeigte starke Sprünge und verbesserte sich auf 3,70m, Felix Beirow (Kieler TB) übersprang 4,40m und es gab viele spektakuläre Sprünge zu sehen. Als alle anderen Athleten ihr Springen beendet hatten, begann dann Dortmunder und ließ 5,00m auflegen. Die Spannung wurde groß, da er nach zwei Stunden Wartezeit erst im dritten Sprung sich „eingesprungen“ hatte dann souverän die Höhe meisterte. Im Anschluss ging es über 5,15m zum Veranstaltungsrekord. Erst bei 5,31m war Ende.
Aber nicht nur die teilnehmenden Springer und Trainer waren als verrückt zu bezeichnen. Auch auf der anderen Seite in der Organisation kamen aus Berlin, Schwerin, Sylt, Kiel, Rendsburg und aus anderen Vereinen dem Team des LK Weiche viele ehrenamtliche Helfer selbst zusammen, die das Springen erst ermöglichten. Support gab es zudem vom Team von Hans Sack, die den Aufbau unterstützten. Alles funktionierte an dem Tag somit einwandfrei.
Unter den Zuschauern gab es viele Touristen, aber auch aus dem ganzen Land und auch aus Dänemark bis Esbjerg kamen Gäste zu einem „Flensburg-Tag“.
Jan Dreier fand erst zwei Tage später passende Worte:“ Rundum gelungen, gespickt mit Verrückten und eine ganz besondere Bereicherung im Herzen von Flensburg.“
Es gibt dank ehrenamtlicher Fotografen für euch viele schöne Bilder in vielen Galerien zu betrachten..
(schaut unter Bilder)












