Freude beim Öffnen der Post gab es dieser Woche für Jan Dreier. Per Post kam die Urkunde zu der A-Lizenz „Mehrkampf“ überraschend ins Haus. Kurz nach der Abgabe des letzten Prüfungsteils in Form einer Trainingsplanung als schriftliche Hausarbeit war die über zwei Jahre dauernde Ausbildung abgeschlossen. Für den Flensburger Trainer standen hierzu in mehreren Etappen über 12 Ausbildungstage in Bundesleistungszentrum in Kienbaum auf dem Programm. Dabei folgten diverse Prüfungen und Hospitationen. Durch die Neukonzipierung der Ausbildung war diese bei den Bundestrainern und Trainingswissenschaftlern erheblich umfangreicher als die Jahre zuvor.
Die A-Lizenz ist für die Betreuung von Athleten der U23 und von erwachsenen Leistungssportlern auf nationalem und internationalem Niveau konzipiert. Speziell in der Leichtathletik ist zudem das Fachwissen von hoher Bedeutung. In über 24 Disziplinen wie Hürdensprint, Diskus, Stabhochsprung, Hochsprung gilt es Kompetenz zu entwickeln, da die Athleten ab der U16 ohne kompetentes Training keine Chance haben.
Für seine Arbeit selbst hat der Abschluss der Lizenz wenig Relevanz:“ Das neue Wissen kann ich natürlich anwenden, die abgelegte Prüfung hingegen hat für die Bezahlung keine Relevanz, da ich ehrenamtlich arbeite.“ Wertvoll ist für Dreier vor allem das Netzwerk und der Austausch insbesondere unter den Mehrkampftrainern. „So kamen hier auch deren Athleten zum Cityspringen nach Flensburg.“
Anlass zu der Ausbildung war die Betreuung des Bundeskaderathleten Loke Sommer, der als Zehnkämpfer auf nationalem Niveau über Jahre für Flensburg ganz vorne in Deutschland mitmischte und seit 2025 nun in Hannover im Bundesstützpunkt trainiert.
Ein gleiches Prozedere gab es zuvor schon bei der A-Lizenz „Lauf“. Der Abschluss erfolgte erst, als die Deutsche Meisterin Thurid nach ihrem FSJ beim LK Weiche schon im Bundesstützpunkt in Berlin trainierte.
„Ganz normal“ für Jan Dreier: „Wenn die Athleten ins Studium gehen, dann steht das Vorankommen, die Förderung und das Studium im Vordergrund. Und da steht Schleswig-Holstein und somit auch Flensburg weit hinten an.
Nach dem Sportstudium, einer C-Lizenz, 5-B-Lizenzen, einer sportmedizinischen Ausbildung, dem Diplom Mentaltraining und nun der zweiten A-Lizenz in der Leichtathletik ist der Fokus für den Flensburger für die kommenden Jahre klar: „Weiterhin wird der Fokus sein, dass jeder mit seinen Stärken in seiner Disziplin sich entwickeln kann.“
Bei den Anforderungen, die das Ausüben seines Ehrenamts in Flensburg fordert, sieht er seine nächsten Fortbildungen selbst eher ganz wo anders: “Zurzeit benötige ich eher Wissen als Hausmeister, Logistiker oder Marketingfachmann, um überhaupt den Betrieb von Leichtathletik hier in Flensburg weiter am Laufen zu halten; das Training ist hier in Flensburg der geringste Umfang“.












